BVV-Neukölln korrigiert Buschkowskys Fehler nur halbherzig

Zur gestrigen Sonder-Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Neukölln und zur Rücknahme der Kündigungen der freien Träger in Neukölln erklären Bündnis 90/Die Grünen Neukölln:

Mit dem Beschluss der gestrigen BVV wurden die Kündigungen zu nächst einmal zurückgenommen. Damit ist das Problem aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Mit dem Beschluss korrigiert die BVV Neukölln die krasse Fehlentscheidung des Bezirksbürgermeisters aus dem letzten Monat allen freien Trägern der Jugendarbeit in Neukölln in einem Schnellschuss und in Abwesenheit der zuständigen Stadträtin Gabriele Vonnekold zu kündigen.

Doch die Kündigungen der freien Träger verzögert sich mit diesem faulen Kompromiss lediglich um drei Monate, da der zuständigen Stadträtin untersagt wurde neue Verträge mit den Trägern abzuschließen, die zum Ende diesen Jahres auslaufen. Von Planungssicherheit und einer Wiederherstellung des Vertrauens ist also weiterhin nichts zu sehen. Auch die Kürzungen in der Abteilung Jugend bleiben bestehen. Wie man mit noch weniger Geld noch mehr einsparen soll bleibt jedoch fraglich.

Mit dem Beschluss fällt der Vorhang für ein seltsames Wahlkampftheater. In der Hauptrolle: Bezirksbürgermeister und Laienschauspieler Heinz Buschkowsky. Doch die Kritiken für diesen Auftritt waren verheerend. Die Bezirksverordnete von SPD und CDU wurden vor dem Rathaus mit Pfiffen und Buhrufen der vielen betroffenen Trägern aus der Neuköllner Jugendarbeit und Bürgerinnen und Bürgern empfangen. Die Ränge der BVV waren bis auf dem letzten Platz gefüllt.

Die Grünen Neukölln betonen nochmals, dass die Abteilung Jugend mit einem voraussichtlichen Budgetgewinn wirtschaftlich arbeitet. Dass ein Defizit im Teilbereich Hilfen zur Erziehung droht ist weder neu noch überraschend und mit den richtigen finanzpolitischem Handeln auffangbar.

Mit den politisch motivierten und haushaltspolitisch völlig unnötigen Kündigungen hat der Bezirksbürgermeister das Vertrauen vieler Neuköllner missbraucht. Am 18. September wir sich zeigen, ob das System Buschkowsky in Neukölln weiter so funktionieren kann. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung fügt an: „Die Jugendarbeit im Bezirk braucht eine verlässliche Politik, das scheint mit der SPD nicht mehr möglich.“


BVV-Neukölln soll die Neuköllner Jugendhilfe zu Grabe tragen

Zur heutigen Sonder-Bezirksverordnetenversammlung Neukölln zum Haushalt der Abteilung Jugend erklären Bündnis 90/Die Grünen Neukölln:

Die Grünen Neukölln begrüßen die Bereitschaft des gestrigen Hauptausschusses, den Fehler des Bezirksbürgermeisters rückgängig zu machen und die Kündigungen der freien Träger erst einmal zurückzunehmen. Doch nun droht mit einem neuen Maßnahmenkatalog in der Beschlussempfehlung des Hauptausschusses, der gegen die Stimmen der Linken und der Grünen beschlossen wurde, die komplette Zerschlagung der Jugendhilfe im Bezirk.

Die Bankrotterklärung der Jugendhilfe Neukölln in der Beschlusserklärung für die BVV sieht eine Verdopplung der Haushaltssperre bei den Honorarmitteln auf nun 200.000 Euro vor. Diese führt unmittelbar dazu, dass die Sommerprogramme für Kinder und Jugendliche gestrichen werden müssen. Die Grünen Neukölln fordern die sofortige Freigabe der gesperrten Mittel - denn jede weggesparte Prävention heißt Mehrausgabe bei den Hilfen!

Auch mit dem Auslaufen der Verträge der freien Trägern zum Ende des Jahres droht eine Verschärfung des Problems. Die Beschlussvorlage für die Sonder-BVV sieht vor, dass die Jugendstadträtin Gabriele Vonnekold die zum Ende des Jahres auslaufenden Verträge mit den Trägern nicht verlängern darf. Neue Verträge dürfen nur von der neu gewählten BVV ausgemacht werden. Diese konstituiert sich voraussichtlich erst im November, einen Haushalt wird es dann noch nicht geben. Die Kündigungen werden also nur auf den 01.01.2012 verschoben. Mit den Androhungen der SPD nicht allen freien Trägern neue Verträge anbieten zu können, bleibt ihnen damit eine Planungssicherheit verwehrt. Die Grünen Neukölln verlangen von der BVV eine Verlängerung der Verträge noch vor dem nächsten Jahr.

Die Grünen Neukölln betonen nochmals, dass die Abteilung Jugend mit einem voraussichtlichen Budgetgewinn sehr wohl wirtschaftlich ist. Ein mögliches drohendes Defizit im Bereich der Hilfen zur Erziehung (Teilbereich der Jugendhaushaltes) für 2011 - auf das die Jugendstadträtin Gabriele Vonnekold bereits im letzten Jahr hingewiesen hat - hätte letztes Jahr durch den Finanzstadtrat Buschkowsky verhindert werden können. Der Bezirksbürgermeister hätte zusätzliche Mittel vom Senat in Höhe von 2,8 Millionen Euro als Reserve zurückgehalten können anstatt für knapp 450.000 Euro Parkplätze zu bauen und den Gutshof Britz für ebenfalls 450.000 Euro zu pflastern. Auch die zusätzliche Streichung von Mitteln von rund 600.000 Euro aus dem Jugendetat Anfang diesen Jahres durch den Finanzstadtrat waren Haushaltspolitischer Unsinn.

Sollte die Sonder-BVV heute keine zufriedenstellende Wiederaufnahme der Arbeit der freien Träger auch für das nächste Jahr beschließen, werden die Grünen Neukölln Klage einreichen. Ein Rechtsgutachten im Auftrag der Grünen bestätigte heute, dass die Übergehung des Jugendhilfeausschusses durch das Bezirksamt bei der Kündigung der freien Träger rechtswidrig war.

 

Abteilung für Jugend kein Risiko für den Neuköllner Haushalt

Zu den Vorwürfen des Neuköllner Bezirksbürgermeisters Heinz Buschkowsky die grüne Jugendstadträtin Gabriele Vonnekold würde mit einem großen Defizit den Neuköllner Haushalt gefährden, erklären Bündnis 90/Die Grünen Neukölln:

Die Abteilung Jugend in Neukölln unter der Führung der Stadträtin Gabriele Vonnekold stellt kein Risiko für den Neuköllner Haushalt dar! Ganz im Gegenteil; die Jugendabteilung erwirtschaftet Budgetgewinne für den Bezirk, zuletzt 10 Millionen Euro. Es sind vielmehr die SPD-geführten Abteilungen, die mit  ihren Budgetverlusten von mehr als 12 Millionen Euro den Haushalt belasten. Dabei belastet die Abteilung Bildung, Schule, Kultur und Sport unter SPD-Stadträtin Dr. Giffey den Bezirk mit 8,8 Millionen Euro, die Abteilung Bauwesen unter SPD-Stadtrat Blesing mit rund 3,4 Millionen Euro.

Dass der Bezirksbürgermeister seine Finanzen nicht im Griff hat, zeigte sich bereits im letzten Jahr: Der Bezirk hat zum Ende 2010 vom Senat 2,8 Millionen Euro zusätzlich zur freien Verfügung in 2011 bekommen. Anstatt das Geld auf Grund der angespannten Haushaltslage im Bezirk als Reserve zurückzuhalten, hat der verantwortliche Bezirksbürgermeister und Finanzstadtrat Buschkowsky alles sofort ausgegeben und z.B. einen neuen Parkplatz für das Schloss Britz bauen lassen, im gleichen Atemzug der Abteilung Jugend zusätzlich 600.000 Euro gestrichen.

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung Bernd Szczepanski erklärt dazu: „Bezirksbürgermeister Buschkowky versucht mit den Anschuldigungen die finanzpolitische Misere der eigenen Leute zu vertuschen. Traurig nur, dass das auf dem Rücken der Jugendhilfe im Bezirk ausgetragen wird.“

Zum Hintergrund: Das angesprochene mögliche Defizit von rund 3,2 Millionen Euro bei den Hilfen zur Erziehung ist wie in allen Bezirken und wie in jedem Jahr lediglich eine Schätzung. Die Hilfen zur Erziehung sind ein Rechtsanspruch und lassen sich daher nicht steuern und schwer einschätzen.

 

 

Grüne Neukölln prüfen rechtliche Schritte gegen den Kahlschlag bei der Neuköllner Jugendhilfe

Zu den Kündigungen der freien Träger in der Jugendhilfe im Bezirk Neukölln erklären Bündnis 90/Die Grünen Neukölln:

Die Kündigungen der freien Träger der Jugendhilfe durch das Bezirksamt Neukölln sind politisch irrsinnig und rechtlich äußerst bedenklich.

Die Grünen Neukölln prüfen Rechtsmittel gegen die Kündigungen der 27 freien Träger im Bezirk einzulegen, da der Jugendhilfeausschuss, als zuständiges parlamentarisches Gremium, in den Kündigungsprozess überhaupt nicht eingebunden war und erst im Nachhinein darüber informiert wurde.

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln, Bernd Szczepanski spricht von einer  „verantwortungslosen Wahlkampfaktion gegen die grüne Jugendstadträtin“ und verlangt, dass Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky in der Sonder-BVV am 13.07.2011 die Kündigungen zurücknehmen und die gesperrten Mittel wieder freigeben soll. 

Renate Künast, Kandidatin für das Amt der regierenden Bürgermeisterin, nannte das Vorgehen Buschkowskys bei einem Termin heute mit betroffenen Trägern ein „dreistes Vorgehen“ und attestierte dem Bezirksbürgermeister einen „verantwortungslosen Aktionismus auf dem Rücken der Jugendarbeit in Neukölln“.

Dieser Aktionismus ist besonders unverständlich angesichts der sozial angespannten Situation im Bezirk:  Noch im Dezember genehmigte sich das Bezirksamt ohne Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung  für 900.000 Euro einen neuen Parkplatz und neue Pflastersteine für das Schloss Britz. Das ist derselbe Betrag, der jetzt durch die Kündigungen der Träger eingespart werden soll.

 

Stellenausschreibung für Wahlkampfunterstützung

Wir suchen baldmöglichst zwei neue_n Mitarbeiter_innen für die Unterstützung unseres Wahlkampfes 2011 im August und September auf Basis einer geringfügigen Beschäftigung (400,- Euro-Basis) oder entsprechend auf Honorarbasis bei einem Stellenumfang von durchschnittlich 40 Stunden/Monat.  Die Stelle kann bei Interesse auch als Praktikum ausgestaltet werden.

Zu den Aufgaben im Rahmen der Wahlkampfunterstützung  gehören insbesondere folgende Aufgabengebiete, die sich am Bedarf orientieren:

•    Terminplanung und -koordinierung;
•    Organisation von und Präsenz an Wahlkampfständen, ggf. auch

Organisation weiterer Veranstaltungen;
•    Vernetzung und Kommunikation mit ehrenamtlichen Helfer_innen;
•    Kandidat_innenbetreuung

Wir erwarten
•    die Identifikation mit den Zielen von Bündnis90/Die Grünen und die

Motivation, diese voranzubringen;
•    Kenntnis über  Berliner Kommunal- und Landespolitik;
•    Kommunikationsfähigkeit und Sozialkompetenz;
•    Bereitschaft zur Arbeit (primär) am Wochenende.

Wir bieten
•    ein spannendes und kreatives Arbeitsfeld;
•    ein engagiertes Team;
•    flexible Arbeitszeiten.

Bewerbung bitte per E-Mail an andre.schulze(at)gruene-neukoelln.de oder Bündnis 90/Die Grünen in Neukölln in der Berthelsdorfer Straße 9, 12043 Berlin. Bewerbungsfrist ist der 15.Juli 2011. Bewerbungen von Frauen sind besonders erwünscht. Bewerbungen von Menschen mit Behinderung werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Bezirksbürgermeister Buschkowsky kündigt der Neuköllner Jugendarbeit

Zur Kündigung der freien Träger der Jugendarbeit in Neukölln durch das Bezirksamt und dem respektlosen Umgang des Bezirksbürgermeisters Heinz Buschkowsky mit der Jugendstadträtin Gabriele Vonnekold erklärt die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln:

In Abwesenheit der zuständigen Jugendstadträtin Gabriele Vonnekold wurden am 30.06.2011 vom Bezirksamt unter der Leitung von Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky 28 freien Trägern im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit in Neukölln mit sofortiger Wirkung gekündigt. Die zuständige Jugendstadträtin wurde erst im Nachhinein am Telefon über den Vorgang  informiert und brach darauf sofort ihren Urlaub ab.

Konkret geht es um die neusten Haushaltsschätzungen im Bereich der Jugendarbeit. Wie im jeden Jahr zeichnet sich eine Haushaltsüberschreitung  zur Mitte des Jahres in der Abteilung Jugend bei den Hilfen zur Erziehung ab. Auf Hilfen zur Erziehung besteht ein individueller Rechtsanspruch, der im Bezirk angeboten werden muss. Kosten für diese Maßnahmen werden am Ende des Jahres regelmäßig vom Senat ausgeglichen.

Diese vorübergehende Haushaltsüberschreitung nutzte die SPD um Heinz Buschkowsky als Vorwand um in Abwesenheit der Jugendstadträtin Gabriele Vonnekold die Verträge mit den freien Trägern kündigen zu können. Der Vorgang ist eine Wiederholung aus dem letzten Jahr, nur getoppt durch die Abwesenheit der zuständigen Stadträtin.

Der Steuerungsdienst betonte, dass im letzten Jahr das Jugendamt unter der Jugendstadträtin Gabriele Vonnekold die höchste Kostenreduzierung aller Jugendämter in Berlin erreicht habe.

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln kritisieren die Entscheidung des Bezirksamtes unter Heinz Buschkowsky aufs Schärfste und verlangen eine sofortige Rücknahme der Kündigungen. Eine solche einschneidende und falsche Entscheidung ohne die zuständige Bezirksstadträtin zu treffen ist absolut respektlos und schadet dem Bezirkshaushalt, da mit den Kündigungen der Verträge dem Bezirk am Ende des Jahres die Ausgleichzahlungen vom Senat verloren gehen.

Der grüne Bezirksverordnete Heinz Wagner zeigt sich bestürzt: "Das ist ein einmaliger Vorgang, der für uns  Grüne und  für die Vertreter der freien Träger in Neukölln absolut unbegreiflich ist. Bürgermeister Buschkowsky macht Wahlkampf ohne Rücksicht auf Verluste und auf Kosten der Kinder und Jugendliche im Bezirk."

Erneuter Anschlag auf die Grüne Geschäftsstelle

Zum erneuten Anschlag auf die Geschäftsstelle der Grünen in Neukölln und die Drohgebärden von Rechts erklärt der Vorstand von Bündnis 90/Die Grünen in Neukölln:

Der Rollladen der Geschäftsstelle von Bündnis 90/Die Grünen in Neukölln ist in der Nacht mit silberner Farbe, das Klingeltableau neben der Eingangstür mit roter Farbe besprüht worden. In großen Lettern ist das Wort "Volksfeinde" zu lesen. Das war bereits der fünfte Anschlag auf die grüne Geschäftsstelle im letzten Jahr. Vorausgegangen war in den letzten Tagen eine neue Spirale der Gewalt, die mit dem Racheaufruf der rechten Szene nach dem Überfall auf den NPDler Jan Sturm am 22.06.2011 begann. Seit dem gab es vermehrte Anschläge auf linke Einrichtungen und auf Räumlichkeiten der Linken und den Grünen.

Carola Scheibe-Köster, Geschäftsführerin der Grünen in Neukölln lässt sich jedoch nicht einschüchtern: "Wieder wurde versucht, uns durch ein Bedrohungsszenario Angst einzujagen. Wir Grünen werden nicht davon ablassen, uns engagiert gegen jedwede Form von Rechtsextremismus, Rassismus, Homophobie und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit einzusetzen. Gewalt in jeder Form, egal von wem ausgeübt, kritisieren wir auf das Schärfste."

Brandanschläge, wie auf das Anton-Schmaus-Haus bei dem es Tote hätte geben können, sind die höchste Stufe der niederträchtigen Aktion von (vermutlich) Rechtsextremen. Gegenangriffe können das nicht stoppen, die Gewaltspirale wird dadurch nur noch weiter angeheizt.

Das Kranold-Weder-Netz lud zum interkulturellen Frühstück ein

Am Mittwoch, dem 22.06.2011 war es wieder soweit. Das vom Kranold-Weder-Netz lang geplante und organisierte interkulturelle Frühstück am Kranoldplatz fand bei schönstem Sonnenschein von 9.30-12.30 Uhr statt.

Es erfüllte mehr als seine Erwartungen. Eingeladen haben die Mitglieder des Kranold-Weder-Netzwerks alle Menschen, die rund um den Kranoldplatz und Carl-Weder-Park wohnen und auch arbeiten. Es kamen Menschen zusammen, die sich zum ersten Mal sahen und bei einem vielfältigen Frühstück ins Gespräch kamen.

Der besondere Gast an diesem Morgen war die Jugendstadträtin Gabriele Vonnekold (Bündnis 90/ Die Grünen), die viele Jahre im Neuköllner Kiez lebte.

Sie betonte in Ihrer Begrüßungsrede, dass Nachbarschaftshilfe in Neukölln ein sehr wichtiger Bestandteil im Kiez ist und bedankte sich für die herzliche Einladung.

Die Mitglieder des Kranold-Weder-Netzwerks (www.kranoldwedernetz.de) bieten auf individuelle Weise eine Plattform für ein Miteinander und praktische Hilfe in allen Lebensbereichen.

Das interkulturelle Frühstück ist ein bereicherndes Ereignis am Kranoldplatz, ein Ort, an dem täglich Menschen unterschiedlichster Kulturen und Altersgruppen aneinander vorbeilaufen und doch ein gemeinsames Bedürfnis haben: Zusammengehörigkeit erleben.

M. Christians-Roshanai

Stacheliger Infobrief 07/11

 Inhalt:
- In eigener Sache
- Neues aus dem Kiez
- Neues aus der BVV
- Weiteres
- Pressemitteilungen
- Termine


In eigener Sache


Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns euch mit unserem "Stacheligen Infobrief" Neuigkeiten aus der
Neuköllner Bezirkspolitik präsentieren zu können. Dieser wird leider
überschattet von einem erneuten Anschlag auf unsere Geschäftsstelle, der in
der Nacht zum 29. Juni verübt wurde. Unsere Pressemitteilung dazu findet Ihr
weiter unten.

Doch wir lassen uns nicht einschüchtern, unsere Vorbereitungen auf die Wahl
im September gehen weiter. Auf insgesamt drei Sitzungen haben wir die Liste
für die Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung aufgestellt. Angeführt wird
diese 38-köpfige Liste von unserer Jugendstadträtin Gabriele Vonnekold und
unserem Fraktionsvorsitzenden Bernd Szczepanski. Nun wollen wir mit einem
guten Wahlkampf dafür sorgen mit einer möglichst großen und vielfältigen in
die Bezirksverordetenversammlung einzuziehen. Die vollständige Liste der
Kandidat_innen findet ihr unter „Weiteres“.

In der Kategorie „Neues aus dem Kiez“ berichtet Bertil Wewer, Grüner
Direktkandidat für den Wahlkreis 3, über verschiedene Aktivitäten in seinem
Kiez Nord-Britz, Hufeisen und Köllnischer Heide. In der Rubrik „Neues aus
der BVV“ findet Ihr einen kurzen Bericht mit den Themen Busanbindung von
Rudow zum Flughafen Schönefeld, Umgang mit Drogenabhängigen am Hermannplatz und der Verzögerung der geplanten Schulneubauten.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Hanna Schumacher, Beisitzerin im Vorstand


Neues aus dem Kiez

Interkulturelles Frühstück auf dem Kranold-Platz
Am 22. Juni hatte das KranoldWederNetz zum gemeinsamen Frühstück der
Anwohner_innen am Kranoldplatz eingeladen.  Viele ließen sich vom Duft von
Kaffee, Tee und frischen Schrippen anlocken und setzten sich bei
Sonnenschein von 9.30-13.30 Uhr an die Tische und kamen miteinander ins
Gespräch. Ein Grußwort sprach die grüne Jugendstadträtin Gabriele Vonnekold, die selbst viele Jahre in der Glasower Straße gewohnt hat.  Das
KranoldWederNetz dankt allen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz
einen Teil zum Gelingen beigetragen haben. Wir sollten diese gute Tradition
auch im nächsten Jahr weiter führen.

Rixdorfer Bräuhaus
Lange Gesichter machten die Genossen, als sich im Biergarten des Rixdorfer
Brauhauses in der Glasower Straße immer mehr Grüne um einen Tisch einfanden. Ich habe die aktiven Mitglieder aus meinem Direktwahlkreis 3 eingeladen, um eine gemeinsame Strategie für ein gutes grünes Ergebnis am 18. September zu entwickeln. Es wurden gute Ideen zusammen getragen. Weitere Treffen sollen folgen.

Gedenkgottesdienst
Am 70. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion erinnerte die
ev. Landeskirche in Neukölln an NS-Zwangsarbeiter. 39 evangelische und drei
katholische Gemeinden aus ganz Berlin unterhielten 1942-45 ein Lager auf dem Friedhof der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde. Zeitgleich mit dem Open-Air Gottesdienst ging ein heftiges Gewitter nieder, was die über 100 Menschen nur enger unter den Schirmen am Original-Standort zusammen stehen ließ.

Film im Nachbarschaftstreff „mittendrin“
Im Nachbarschaftstreff "mittendrin" in der High Deck Siedlung wurde der Film
von Maria Müller "Hüllen" gezeigt. Der Film zeigt den Weg von Emel
Zeynelabidin als  Tochter eines Vaters, der eine fundamentalistische
Symbolfigur war, und ihr Weg zu einer selbstbewußten Frau, die als Muslima
ganz bewusst ihr Kopftuch ablegte. Anschließend fand eine rege Diskussion
der Zuschauer_innen aus aller Frauen Länder mit der Hauptdarstellerin
statt.

Bertil Wewer, Direktkandidat für den Wahlkreis 3


Neues aus der BVV

Zusammenfassung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am 22.6.2011:

Die letzte Bezirksverordnetenversammlung in dieser Legislaturperiode begann mit  einer Gedenkminute zum Jahrestag des deutschen Überfalls  auf die Sowjetunion.  Darauf folgte die Verabschiedung der Verordneten, die  in der nächsten Wahlperiode nicht mehr antreten wollen (oder dürfen, weil sie
innerparteilichen Ränkespielen zum Opfer gefallen sind, was vor allem bei
der CDU zu einer heftigen Attacke des scheidenden stellvertretenden
Bezirksverordnetenvorstehers Achim Debudai auf Stadtrat Büge und seine
Getreuen führte). Bei den Grünen ist von den derzeitig sechs Fraktionären
lediglich Ronald Wenke nicht mehr auf der BVV-Liste für die nächste
Legislaturperiode vertreten, da er als Direktkandidat für die Grünen im
Bezirk Steglitz-Zehlendorf antritt.  

In einer mündlichen Anfrage wollte Martin Kupfer von den Grünen wissen, ob
die Pläne des Senats und der BVG zutreffen, dass an der Rudower Spinne ein
Bus-Shuttle von der U-Bahnstation Rudow zum neuen Großflughafen BBI/BER
geplant ist und das dieser im Drei-Minuten Takt verkehren soll. Der
zuständige Stadtrat Thomas Blesing bestätigte dies und machte die BVG und
den Senat dafür verantwortlich. Die Grünen kritisierten, dass diese Pläne
eine enorme Belastung für die Rudower Bürger_innen mit sich bringen werden.

Eine Überraschung gab es bei der Beschlussempfehlung zum Einsatz eines
Präventionsmobils der Fixpunkt GmbH an der Hermannstraße, den die Grünen
unterstützen. Der Ausschuss für Verkehr und Tiefbau hatte der BVV die
Ablehnung dieser Maßnahme mit der Begründung empfohlen, dass ein
Sondernutzungsrecht für das Fahrzeug gegen die Straßenverkehrsordnung
verstoßen würde. Die Grünen beantragten Aussprache in der BVV, da sie den
Einsatz des Präventionsmobil als wichtig und richtig erachten. Nach einer
hitzigen Debatte über Sinn oder Unsinn des Einsatzes für Drogenabhängige am Hermannplatz und der Auslegung der Straßenverkehrsordnung wurde der Antrag zum Einsatz des Präventionsmobils  gegen die  Mehrheit der SPD-Fraktion angenommen.

Die grüne Jugendstadträtin Gabi Vonnekold  und Bildungsstadträtin Dr. Giffey
beantworteten eine Anfrage zum Zuzug von so genannten Roma- und Sinti
Familien aus Rumänien und Bulgarien in den Bezirk. Das Bezirksamt beobachtet den Zuzug von ganzen Familien und sogar eines ganzen Dorfes mit Sorge, da es zum Beispiel bei den rund 300 schulpflichtigen Kindern kaum Möglichkeiten der Kontrolle der Einhaltung der Schulpflicht gibt und es auch schon zu Kinderschutzfällen kam, die vom Jugendamt sofort bearbeitet wurden. Es werde aber in Zusammenarbeit mit freien Trägern und allen Behörden intensiv an einer Lösung gearbeitet um den Kindern- und Jugendlichen die bestmögliche Betreuung in Neukölln zu bieten. Ein Runder Tisch zur Thematik ist nur eine von vielen Maßnahmen, die das Bezirksamt dabei angegangen ist. Bernd Szczepanski betonte, dass das Bezirksamt hier ein Problem erkannt hat und dem besonnen entgegengeht und begrüßte vor allem die Zusammenarbeit der Verwaltung.  

Jochen Biedermann wollte vom Bezirksamt in einer großen Anfragen wissen,
warum der Senat die für den Neubau der Clay-Oberschule und der
Leonardo-da-Vinci-Schule notwendigen Mittel aus der Investitionsplanung
2011-2015 für die Jahre 2012 und 2013 gestrichen hat und wie es dazu kam. In einem Antrag von Heinz Wagner wurde das Bezirksamt aufgefordert, alle
notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, dass der Neubau der Clay-Oberschule und der Leonardo-da-Vinci-Oberschule so schnell wie möglich beginnen kann. Dr. Giffey gab an, dass es bei beiden Projekten eine Verschiebungen um jeweils zwei Jahren geben kann: Bei der Clay-Oberschule von 2012 auf 2014 und bei der Leonardo-da-Vinci-Schule von 2013 auf 2015. Der Grund für die
Verzögerung liegt nach Ansicht der Grünen darin, dass es fehlende rechtliche
Voraussetzungen für die Projekte gibt. So hat die Finanzverwaltung unter
Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky es versäumt , die nach
Landeshaushaltsordnung notwendigen Planungsunterlagen für die dringenden Neubauten rechtzeitig vorzulegen. Damit hat sie  die Streichung der für Neuköllner Schüler_innen so wichtigen Schulprojekte in Kauf genommen, ohne die BVV und die zuständigen Ausschüsse zu informieren.

Weiteres

Vollständige Liste der Kandidat_innen für die Bezirksverordnetenversammlung (BVV):

Platz  1: Gabriele Vonnekold
Platz  2: Bernd Szczepanski
Platz  3: Catherine Michel
Platz  4: Jochen Biedermann
Platz  5: Hanna Schumacher
Platz  6: Bertil Wewer
Platz  7: Ursula Künning
Platz  8: Heinz Wagner
Platz  9: Mahwareh Christians-Roshanai
Platz 10: Martin Kupfer
Platz 11: Karen Ziemek
Platz 12: Matthias Holland
Platz 13: Sofie Krotter
Platz 14: Jürgen Kretz
Platz 15: Milena Oschmann
Platz 16: Dr. Christian Hoffmann
Platz 17: Dr. Susanne Lippert
Platz 18: Michael Schneidewind
Platz 19: Christa Emde
Platz 20: André Schulze
Platz 21: Annette Heppel
Platz 22: Sinan Ekmekci
Platz 23: Wiebke Leers
Platz 24: Martin Grafe
Platz 25: Henrike Ortmann
Platz 26: Wolfgang Ewert
Platz 27: Britta von Dreden
Platz 28: Dr. Peter Klopp
Platz 29: Dr. Susanna Kahlefeld
Platz 30: Kalle Erlacher
Platz 31: Deniz Sarak
Platz 32: Christian Kölling
Platz 33: Regine Wendland
Platz 34: Cemal Inan
Platz 35: Anja Kofbinger
Platz 36: Markus Soldner
Platz 37: Sabine Bangert
Platz 38: Axel von Zepelin


Pressemitteilungen

Zum erneuten Anschlag auf die Geschäftsstelle der Grünen in Neukölln und die Drohgebärden von Rechts erklärt der Vorstand von Bündnis 90/Die Grünen in Neukölln:

Der Rollladen der Geschäftsstelle von Bündnis 90/Die Grünen in Neukölln ist
in der Nacht mit silberner Farbe, das Klingeltableau neben der Eingangstür
mit roter Farbe besprüht worden. In großen Lettern ist das Wort
"Volksfeinde" zu lesen. Das war bereits der fünfte Anschlag auf die grüne
Geschäftsstelle im letzten Jahr.

Vorausgegangen war in den letzten Tagen eine neue Spirale der Gewalt, die
mit dem Racheaufruf der rechten Szene nach dem Überfall auf den NPDler Jan
Sturm am 22.06.2011 begann. Seit dem gab es vermehrte Anschläge auf linke Einrichtungen und auf Räumlichkeiten der Linken und den Grünen. Das LKA ist daher im ständigen Austausch mit den Betroffenen.

Carola Scheibe-Köster, Geschäftsführerin der Grünen in Neukölln lässt sich
jedoch nicht einschüchtern: „Wieder wurde versucht, uns durch ein
Bedrohungsszenario Angst einzujagen. Wir Grünen werden nicht davon ablassen, uns engagiert gegen jedwede Form von Rechtsextremismus, Rassismus, Homophobie und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit einzusetzen. Gewalt in jeder Form, egal von wem ausgeübt, kritisieren wir auf das Schärfste.“

Brandanschläge, wie auf das Anton-Schmaus-Haus bei dem es Tote hätte geben können, sind die höchste Stufe der niederträchtigen Aktion von (vermutlich) Rechtsextremen. Gegenangriffe können das nicht stoppen, die Gewaltspirale wird dadurch nur noch weiter angeheizt.


Termine

- Bezirksgruppentreffen: 12.07.2011 ab 19 Uhr, in der Geschäftsstelle von
Bündnis 90/Die Grünen in Neukölln, Berthelsdorfer Straße 9, 12043 Berlin.

- Am 26.07. werden von 16-20 Uhr in der Geschäftsstelle die Plakate
gekleistert. Danach stellt die Grüne BVV-Fraktion ihre Bilanz in der letzten
Legislaturperiode vor.

- Vorstandstreffen: 05.07.2011 und 19.07.2011, ab 19 Uhr, in der
Geschäftsstelle.

- Grüne Jugend: 07.07.2011, ab 20 Uhr, in der Geschäftsstelle.

- Für alle neuen Wahlkämpfer gibt es die Möglichkeit an einem Standtraining
mit erfahrenen Wahlkämpfern am 09.07. oder am  16.07 teilzunehmen. Mehr
Infos gibt es unter info@gruene-neukoelln.de

Der neue Stachel ist da!

Hier geht's zum Download

Schwerpunkt 1: Stachel-Spezial zur Energiepolitik
Wie jede_r zum Ausstieg aus der Atomenergie und zu mehr Energieeffi zienz beitragen kann. Interview mit Klimaexpertin Regine Günther.

Schwerpunkt 2: Bildungs- und Teilhabegesetz
BVV-Fraktionsvorsitzender Bernd Szczepanski beschreibt, warum das neue Gesetz ein bürokratisches Monster ist und fordert einen respektvolleren Umgang mit Leistungsempfänger_innen.

Pressemitteilung: Bezirksbürgermeister Buschkowsky verpennt Schulneubau in Neukölln

Zur Ablehnung des Senats der notwendigen Mittel für den Neubau der Clay-Oberschule und der Leonardo-da-Vinci-Schule aus der Investitionsplanung 2011-2014 für die Jahre 2012 und 2013 erklärt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Neukölln:

Die dringend notwendigen Neubauten für die Clay-Oberschule und die Leonardo-da-Vinci-Schule in Neukölln wurden vom Senat für den nächsten Doppelhaushalt gestrichen. Obwohl sich alle Parteien im Bezirk über die Dringlichkeit der Neubauten einig sind, bedeutet das für den Schulneubau für die Leonardo-da-Vinci-Schule eine Verzögerung des Baubeginns bis mindestens 2015, wie Bezirksbürgermeister Buschkowsky in der BVV einräumen musste.

Der Grund für die Verschiebung liegt in den fehlenden rechtlichen Voraussetzungen für die Projekte. So hat das Bezirksamt unter Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky es versäumt die nach  Landeshaushaltsordnung notwendigen Planungsunterlagen für die Neubauten rechtzeitig vorzulegen, obwohl die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung das Neuköllner Bezirksamt bereits im Dezember 2010 im Rundschreiben zur Investitionsplanung darauf hinwies. Die im Februar von der Bezirksverordnetenversammlung verabschiedete Investitionsplanung war damit schon bei Aufstellung Makulatur. Das Bezirksamt hätte wissen müssen, dass die als Dringlichkeiten angemeldeten Schulneubauten nicht genehmigungsfähig sind. Das Bezirksamt hat also entweder gepennt oder die Bezirksverordnetenversammlung und die NeuköllnerInnen bewusst getäuscht um im Wahlkampf mit den Schulneubauten Punkte zu sammeln.

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen in der BVV Bernd Szczepanski zeigt sich bestürzt: "Es ist mehr als ärgerlich, dass das Bezirksamt hier geschlafen hat. Die Leidtragenden sind die Schülerinnen und Schüler in den bröckelnden Provisorien."

Lust auf Grüne Politik?

Du bist interessiert an Grüner Politik?

Dann komm doch zu unserem "Neuentreffen": Hier gibts alle Infos, hier können Fragen gestellt werden oder einfach mal grüne Eindrücke gesammelt werden. Wenn Du Interesse hast, komm vorbei, wir freuen uns immer auf neue Gesichter!

Wann das nächste "Neuentreffen" statt findet, erfährst du unter info(at)gruene-neukoelln.de oder aktuell auf unserer Homepage, bei Twitter oder auf unserer Facebook Fan-Seite. 

2011 wird Berlin einfach Grüner!

 

Unsere Kandidat_innen für den Wahlkampf 2011

Die Grünen Neukölln gratulieren allen gewählten Kandidat_innen für die Wahl am 18. September 2011!

Liste der Direktkandidat_innen für die Wahlkreise 1-6 (WK: Wahlkreis):

WK 1: Anja Kofbinger
WK 2: Dr. Susanna Kahlefeld
WK 3: Bertil Wewer
WK 4: Martin Grafe
WK 5: Ursula Künning
WK 6: André Schulze

Liste der Kandidat_innen für die Bezirksverordnetenversammlung (BVV):

Platz  1: Gabriele Vonnekold
Platz  2: Bernd Szczepanski
Platz  3: Catherine Michel
Platz  4: Jochen Biedermann
Platz  5: Hanna Schumacher
Platz  6: Bertil Wewer
Platz  7: Ursula Künning
Platz  8: Heinz Wagner
Platz  9: Mahwareh Christians-Roshanai
Platz 10: Martin Kupfer
Platz 11: Karen Ziemek
Platz 12: Matthias Holland
Platz 13: Sofie Krotter
Platz 14: Jürgen Kretz
Platz 15: Milena Oschmann
Platz 16: Dr. Christian Hoffmann
Platz 17: Dr. Susanne Lippert
Platz 18: Michael Schneidewind
Platz 19: Christa Emde
Platz 20: André Schulze
Platz 21: Annette Heppel
Platz 22: Sinan Ekmekci
Platz 23: Wiebke Leers
Platz 24: Martin Grafe
Platz 25: Henrike Ortmann
Platz 26: Wolfgang Ewert
Platz 27: Britta von Dreden
Platz 28: Dr. Peter Klopp
Platz 29: Dr. Susanna Kahlefeld
Platz 30: Kalle Erlacher
Platz 31: Deniz Sarak
Platz 32: Christian Kölling
Platz 33: Regine Wendland
Platz 34: Cemal Inan
Platz 35: Anja Kofbinger
Platz 36: Markus Soldner
Platz 37: Sabine Bangert
Platz 38: Axel von Zepelin


 

Das Wahlprogramm für Berlin ist online!

Wir wollen eine Stadt für alle.

Eine Stadt, in der jede und jeder gut leben kann. Statt eines weiteren Auseinanderfallens in Arm und Reich, in drinnen und draußen wollen wir einen Aufbruch hin zu einem Berlin, an dem alle teilhaben, bei dem alle dabei sein können.

Eine Stadt für alle!

Hier geht's zum Programm 

Erneuter Anschlag auf die Geschäftsstelle der Grünen Neukölln

Nachdem im Januar die Scheibe der Grünen Geschäftsstelle in der Berthelsdorfer Straße mit einem Stein stark beschädigt wurde, ließ der nächste Anschlag nur einen Monat auf sich warten. In der Nacht zu Donnerstag wurden die Rollladen der Geschäftsstelle mit Farbe beschmiert. 

Doch wir machen klar: Wir lassen uns nicht einschüchtern! Wir werden auch weiterhin aktiv Politik im Bezirk mitgestalten!

In unserem demokratisch politischen System setzen wir uns gerne mit politisch anders-denkenden in Parlamenten, in der Öffentlichkeit und bei Wahlen auseinander. Feige Anschläge auf unsere Geschäftsstelle sind ein politisch und gesellschaftliches Armutszeugnis und werden von uns aufs Schärfste verurteilt.  

Neukölln, 03.03.2011

Video: Verantwortung für das Klima - sozial, ökologisch und gemeinsam

Verantwortung für das Klima – sozial, ökologisch und gemeinsam!



In einer Vortrags- und Diskussionsreihe FÜR BERLIN stellt Renate Künast ihre Schwerpunkte Bildung, Arbeit und Klima vor. In der Neuköllner Oper wurde am 01.03. zum Thema

Verantwortung für das Klima – sozial, ökologisch und gemeinsam!


diskutiert.

Ohne eine aktive Klimapolitik in Berlin sind Gerechtigkeit und Freiheit für die Zukunft gefährdet. Es geht nicht um abstrakte Zahlen, die irgendwo auf der Welt verhandelt werden, sondern um Lebensqualität in der Stadt.

Das Ziel einer neuen, klimaverträglichen Stadt ist eine große gesellschaftliche Aufgabe, die alle braucht und alle mitnimmt. Steigenden Energiepreisen können wir nur mit energetischer Sanierung begegnen, und wir müssen deren Lasten sozial gerecht aufteilen. Hier in Berlin können wir zeigen, wie es geht!

Neben Renate Künast auf dem Podium:
- Regine Günther, WWF
- Reiner Wild, Geschäftsführer, Berliner Mieterverein e.V.
- Andreas Harnisch, vtp Umweltverein Berlin

Moderiert wurde die Runde von Anja Kofbinger.

 

Wir gratulieren dem neu gewählten Vorstand der Grünen in Neukölln!

Von links nach rechts: Catherine Michel, Bertil Wewer, André Schulze, Susanne Lippert und Müjgan Percin (nicht abgebildet ist Kalle Erlacher)

 

Der Entwurf für Berlin

 

Als erste Berliner Partei präsentieren die Grünen ihren Entwurf des Wahlprogramms.

Hier gehts zum Entwurf (PDF 4,7 MB): http://gruene-berlin.de/site/fileadmin/dateien/2011/LDK_Maerz/Entwurf_fuer_Berlin.pdf

Renate Künast wünscht viel Spaß beim Lesen und Diskutieren (youtube): http://www.youtube.com/watch?v=XPlm2-KvASE 

Wir trauern um Michael Wendt

 

Mit Michael Wendt verlieren wir einen guten Freund und langjährigen grünen Weggefährten in Neukölln. Lieber Micha, wir werden Dich sehr vermissen!

 

 

Erklärung des Vorstands und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Neukölln:

"Der überraschende Tod von Micha Wendt macht uns tieftraurig. Micha Wendt
war Gründungsmitglied der Alternativen Liste und hat Bündnis 90/Die Grünen in Berlin und besonders in Neukölln entscheidend mitgeprägt. Von 1989 bis 1999 war er Neuköllner Stadtrat und bis zu seinem Tod aktives Mitglied der Neuköllner Bezirksgruppe.

Mit Micha verlieren wir einen klugen Ratgeber und einen guten Freund. Er hat Politik nie als Selbstzweck oder Inszenierung verstanden, sondern als Ringen um die beste Lösung im Interesse der Menschen. Dank seines warmherzigen Humors konnte er Einsichten vermitteln ohne zu verletzen. Seine Glaubwürdigkeit, seine unbestechlichen Überzeugungen und seine Inhalte bleiben uns Auftrag und Ansporn. Wir vermissen ihn sehr."


Michael Wendt

(geboren am 1. Dezember 1955) war zuletzt Mitglied des Erweiterten Landesvorstandes von Bündnis 90/Die Grünen Berlin. Als Teilnehmer der Gründungsversammlung der Alternativen Liste für Demokratie und Umweltschutz (AL) am 5. Oktober 1978 trug er die Mitgliedsnummer 1.Michael Wendt war Mitglied der ersten AL-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, 1989 bis 1999 Bezirksstadtrat in Neukölln, 1999/2000 im Bezirk Tiergarten. Anschließend ließ er sich als Landesvorstandsmitglied und im Erweiterten Vorstand für den Landesverband von Bündnis 90/Die Grünen Berlin in die Pflicht nehmen.

 

 

Grüne Neukölln lassen sich nicht einschüchtern!

Zum gestrigen Anschlag auf die Geschäftsstelle der Grünen in Neukölln erklärt der Vorstand von Bündnis 90/Die Grünen in Neukölln:

Der erste rechtsradikale Anschlag auf die Grünen in Neukölln im neuen Jahr hat gerade mal zwei Wochen auf sich warten lassen. Bereits im letzten Jahr gab es drei Anschläge auf die Grüne Geschäftsstelle.

Während der Vorstandssitzung am Dienstag, den 18.01.2011, wurde ein Stein in die Fensterscheibe der Geschäftsstelle in der Berthelsdorfer Straße 9 geworfen. In dem Fenster hing ein Plakat mit einem Hinweis auf die heutige Informationsveranstaltung zu "Dresden Nazifrei". Ein erheblicher Sachschaden ist entstanden, doch verletzt wurde zum Glück niemand. Der Täter konnte unerkannt fliehen, die Polizei ermittelt.

Dieser mutmaßlich rechtsradikale Anschlag auf unsere Geschäftsstelle stellt, genau einen Tag vor unserer Veranstaltung zu den Blockaden gegen den Naziaufmarsch in Dresden am 19.02.2011, einen Versuch dar die Veranstalter und Teilnehmer_innen einzuschüchtern.

Vorstandssprecher André Schulze dazu: „Wir lassen uns in unserer antifaschistischen Arbeit nicht einschüchtern und werden weiterhin zu Protesten und Blockaden gegen Naziaufmärsche aufrufen und mobilisieren."„Vielmehr fühlen wir uns in unserem Ziel bestärkt gemeinsam mit möglichst vielen Berliner_innen nach Dresden zu fahren und zu blockieren" so Schulze weiter.

Keine Macht den Nazis!

Hier geht es zur Pressemitteilung von Clara Hermann, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus von Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus

 

Veranstaltung findet statt!!!

Einige Zeitgenossen sind über die Infoveranstaltung zu "Dresden  Nazifrei" so erfreut, dass sie uns die Scheibe eingeworfen haben! Nun ja, kurbelt halt die Wirtschaft an und der Glaser freut sich. 

Wer uns kennt, sollte wissen, dass Einschüchterungsversuche keinerlei Erfolge erzielen. Wir werden weiterhin mit demokratischen und friedlichen Mitteln gegen Rechtsextremismus kämpfen!

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Hier gibts Veranstaltungshinweise, Fotos, Neuigkeiten und vieles mehr.

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Die Grünen Neukölln gratulieren Kazim Erdogan

Die Neuköllner Grünen gratulieren Kazim Erdogan ganz herzlich zur Verleihung der Neuköllner Ehrennadel!

Kazim Erdogan lebt seit 36 Jahren in Berlin und arbeitet als Lehrer und Psychologe. Bereits in den 70er Jahren wies er in seiner Diplomarbeit auf die mangelnde Integrationspolitik und der daraus resultierenden Probleme hin. In verschiedenen Projekten und Initiativen setzt er sich unermüdlich für die Menschen sowie für die interkulturelle Verständigung im Bezirk ein.

Zu Recht wurde er am 11. Dezember auf Vorschlag der Grünen nun mit der Neuköllner Ehrennadel ausgezeichnet. 

Herzlichen Glückwunsch!

 

SPD-Antrag bedeutet Kahlschlag in der Jugendarbeit

Die SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Neukölln beantragt, im Jugendhaushalt 2011 knapp fünf Millionen Euro zusätzlich einzusparen. Dieser Antrag steht als Änderungsantrag auf der Tagesordnung der BVV am 8.12.2010 und ist die Reaktion auf den Antrag der Grünen 'Keine Kürzungen im Jugendhaushalt'.

Der Haushalt des Bezirks für 2011 ist ausgeglichen, Neukölln stehen sogar zusätzliche drei Millionen Euro zur Verfügung. Es gibt also keinen Grund für die Kürzung der Kinder- und Jugendhilfe. Vielmehr ist eine solche Sparvorgabe im Kinderschutz  unverantwortlich und gefährdet, Gesundheit und Leben von vielen Kindern und Jugendlichen in Neukölln.

Die Bezirksstadträtin für Jugend, Gabriele Vonnekold, zeigt sich alarmiert: „Mit über vier Millionen Euro Sparmaßnahmen in diesem Jahr mussten wir das Niveau bereits jetzt runterfahren, ich sehe hier absolut keinen Spielraum mehr."

Ein Großteil der Ausgaben in der Abteilung Jugend sind verpflichtende Maßnahmen, wie zum Beispiel die Hilfe zur Erziehung. Einsparungen sind in diesem Bereich unverantwortlich und kaum  möglich. Die von der SPD verlangten Kürzungen müssten also in anderen Bereichen wie der präventiven Jugendarbeit in Neukölln erfolgen. Betroffen wären dann beispielsweise Jugendfreizeiteinrichtungen, Streetworker, Schulstationen, Ferienbetreuung oder die Jugendberufsförderung. Diese Arbeit ist unverzichtbar für Lebens- und Bildungschancen der Neuköllner Kinder und Jugendlichen.

Auch der Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung, Bernd Szczepanski zeigt sich bestürzt: „Bürgermeister Buschkowsky läutet schon jetzt den Wahlkampf ein und dabei ist ihm anscheinend jedes Mittel recht, der grünen Jugendstadträtin zu schaden. Entgegen seinen öffentlichen Äußerungen ist ihm die Jugend in Neukölln offensichtlich komplett egal. Ich frage mich, ob der SPD-Fraktion bewusst ist, welche negativen Folgen ihr Antrag für Neukölln haben würde."

Lesen Sie dazu auch die Pressemitteilung der Grünen im Abgeordnetenhaus: http://www.gruene-fraktion-berlin.de/cms/presse/dok/364/364376.neukoelln_spd_will_an_kindern_und_jugend.html

 

Renate macht das rote Rathaus grün!

Wir freuen uns sehr, dass Renate Künast die Berliner Grünen 2011 als Spitzenkandidatin in den Wahlkampf um das Abgeordnetenhaus führen wird. Wir, der Vorstand und die BVV-Fraktion der Neuköllner Grünen, gratulieren Renate herzlich zu diesem Entschluss und sagen ihr unsere volle Unterstützung zu.

Der schlecht regierende Bürgermeister Wowereit und seine SPD müssen sich jetzt warm anziehen, denn mit Renate wird das rote Rathaus im nächsten Herbst grün! Berlin braucht nach zehn Jahren rot-rotem Stillstand und Wowereitscher Symbolpolitik endlich solide grüne Politik für die ganze Stadt. Wir sind überzeugt: Mit Renate an der Spitze wird es uns gelingen, noch mehr Berlinerinnen und Berliner davon zu überzeugen, dass Grün das Beste ist für Berlin.

Renate hat und kann alles, was frau für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin braucht. Sie ist seit mehr als drei Jahrzehnten fest in Berlin verwurzelt und gehört zum 'Urgestein' der Berliner Grünen. Als ehemalige Fraktionsvorsitzende der Grünen im Abgeordnetenhaus, spätere Bundesministerin für Verbraucherschutz und heutige Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion bringt sie reichlich politische Erfahrung mit, um die Metropole Berlin gut regieren zu können. Als Sozialarbeiterin und Rechtsanwältin hat sie gelernt, Probleme im Sinne der Menschen zu lösen. Als Mensch ist sie eine Powerfrau mit Herz und Verstand. Deshalb: Berlin liegt bei Renate in den besten Händen. Wir freuen uns auf einen fairen, spannenden und vor allem erfolgreichen Wahlkampf. 2011 wird ganz Berlin grün!


Pressemitteilung: Pro Deutschland legt das Neuköllner Rathaus lahm

Bürgermeister Buschkowsky knickt vor Rechtspopulisten ein.

Zur Entscheidung von Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky, das Rathaus Neukölln am Freitag den 29. Oktober 2010 auf Grund einer Veranstaltung von Pro Deutschland komplett zu schließen, erklärt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung:

"Die am Freitag den 29. Oktober 2010 angesetzte Fraktionssitzung der Grünen wird auf Grund der organisatorischen und demokratischen Einschränkungen des Bezirksbürgermeisters von Berlin-Neukölln, Heinz Buschkowsky, abgesagt.

Aus Anlass einer vom Verwaltungsgericht genehmigten Veranstaltung von Pro Deutschland im Saal der Bezirksverordnetenversammlung zur Gründung eines Neuköllner Kreisverbands am Freitag den 29.Oktober zwischen 19 und 22 Uhr hat der Bezirksbürgermeister Buschkowsky folgende Einschränkungen verfügt:

  • Alle Mitarbeiter des Rathauses müssen ihren Arbeitsplatz bereits um 14 Uhr verlassen. Danach wird ihnen kein Zutritt mehr zum Rathaus gewährt.
  • Die angemeldeten Fraktionssitzungen von Bündnis 90/Die Grünen und Linkspartei sind ausschließlich in den jeweiligen Fraktionsräumen durchzuführen.
  • Die maximale Teilnehmerzahl in den jeweiligen Fraktionssitzungen ist "aus Gründen der Verkehrssicherung" auf jeweils 15 beschränkt.

Die Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung in Neukölln machen Politik mit Bürger_innen für Bürger_innen. Dazu zählen unter anderem auch öffentliche und frei zugängliche Fraktionssitzungen. Da dies am Freitag aufgrund der Vorgaben des Bürgermeisters nicht möglich sein wird, sehen wir uns gezwungen, die geplante Fraktionssitzung am 29. Oktober abzusagen.

Durch das Vorgehen Buschkowskys werden demokratisch legitimierte Parteien in der Bezirksverordnetenversammlung kriminalisiert und in ihren Rechten massiv eingeschränkt. Gleichzeitig wird einer rechtspopulistischen Vereinigung wie Pro Deutschland nicht nur ein Raum für eine Veranstaltung gewährt, sondern ihnen gleich das gesamte Rathaus überlassen.

Anstatt eine Fraktionssitzung unter solchen Beschränkungen durchzuführen, werden wir nun am Freitag zusammen mit  Bürgerinnen und Bürgern vor dem Neuköllner Rathaus  für ein demokratisches Neukölln und gegen die Etablierung von populistischen Bewegungen wie Pro Deutschland demonstrieren."

Neuköllner Stachel Nr. 171 - 2/2010

Hier zum Download (ca. 1,2 MB)

Themen u.a.: 

Schwerpunkt 1: Sozialpolitik

2. Neuköllnkonferenz: Soziale Stadt im Klimawandel - 5 Euro – Mehr hat Schwarz-Gelb für Hartz-IVEmpfänger_innen nicht übrig

Schwerpunkt 2: Integrationspolitik

Warum die Sozialdemokraten für Migrant_innen nicht - Integration statt Buschkowsky-Populismus - Zeit für eine neue Politik - Der Rasen ist grün -
und der Ball ist kunterbunt

Neue Netze für Neuköllner Kinder und Jugendliche

Jugendrechtshauses im Jugendzentrum Lessinghöhe war so erfolgreich, dass es nötig wurde, die vorhandenen Kapazitäten auf den Bedarf des Neuköllner  Nordens zu konzentrieren und ein zweites Angebot im Süden zu machen.

Neukölln hat ein zweites Kinder- und Jugendrechtshaus für den Süden des Bezirkes.

Nach intensiver Vorbereitung und Netzwerkarbeit konnte jetzt das Kinder- und Jugendrechtshaus im Jugend-Kultur-Zentrum Wutzkyallee eröffnet werden. Es wendet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren und bietet ehrenamtliche Beratung durch Anwälte im Einzelfall (telefonisch und in Sprechstunden), aber auch Workshops und Veranstaltungen. Es soll alle Bereiche abdecken, wo Recht für Kinder und Jugendliche relevant werden
kann, z.B.: Grundrechte, Information über und Hilfe bei der Durchsetzung
von Kinderrechten, Taschengeld, Jugendschutz, Verträge, Beratung und
Hilfe für Opfer von Mobbing oder Straftaten, Beratung und Begleitung für Delinquenten. Aufklärung über Rechtsnormen erweist sich als nötig, z.B. um Kindern und Jugendlichen deutlich zu machen, das „Abziehen“ keine „coole Action“ ist, sondern eine Straftat. Kinder und Jugendliche werden darüber informiert, wie Straftaten verfolgt und Recht durchgesetzt wird, wer daran beteiligt ist und wie man zu „seinem Recht“ kommt. Das Verhältnis zur Polizei soll entkrampft und ein Vertrauen zwischen Kindern und Jugendlichen und Polizisten erreicht werden, das Konflikte minimiert.

Sieben Schulen im Kooperationsnetzwerk vertreten

Besonders positiv ist, dass neben den ehrenamtlich tätigen Anwälten, der Polizei und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Jugendamtes auch bereits zum Start sieben Schulen im Kooperationsnetzwerk vertreten sind. Dieses Netz soll helfen, dass alle Kinder und Jugendlichen zu „ihrem“ Recht kommen und das Miteinander in Familie, Schule und Nachbarschaft friedlich und auf Respekt gegründet abläuft.

Ein weiteres Netz für Kinder und Jugendliche in der südlichen Gropiusstadt
hat sich mit der „Bildungsmeile Wutzkyallee“ gegründet. Hier haben sich Schulen, Kindertageseinrichtungen und Jugendeinrichtungen zusammengeschlossen, um die Bildungswege der Kinder und Jugendlichen gemeinsam besser zu begleiten und die Übergänge zu erleichtern. Durch eine enge Zusammenarbeit sollen die Kommunikation verbessert und die unterschiedlichen Möglichkeiten der einzelnen Einrichtungen auch für andere nutzbar gemacht werden.

Die Einrichtungen der Bildungsmeile öffnen sich ihrer Umgebung, beziehen Eltern, Nachbarschaft, Wirtschaft und Beratungseinrichtungen in ihre Arbeit ein, um eine umfassende Förderung aller Kinder und Jugendlichen zu erreichen.

Kreativität, Mut und Elan eröffnen Möglichkeiten auch bei knappen Mitteln

Eine gute Bildung für alle und ein friedliches Zusammenleben der Nachbarschaften zu gewährleisten, sind die zentralen Aufgaben für eine
lebenswerte Zukunft. Über „Bildungsferne“ und „Integrationsunwilligkeit“
schwadronieren gegenwärtig viele.

Praktisch folgt daraus allerdings wenig. Auch in Neukölln sind die Kassen
leer und die Bedarfe groß, aber hier wird nicht rumlamentiert, sondern gehandelt. Da wo die Mittel begrenzt sind, wird mit viel Kreativität, Mut
und Elan dafür gesorgt, dass aus dem Vorhandenen das Optimum herausgeholt
wird. Gemeinsam werden Projekte gestemmt, die eine Einrichtung allein überfordern würde. Ich bin sehr froh, in einem Bezirk für die Zukunft der Kinder und Jugendlichen arbeiten zu können, wo so viele Menschen nicht nur über die Probleme klagen, sondern sich zusammenschließen, um sie mit vereinten Kräften anzugehen.

All diesen Menschen bin ich herzlich dankbar und wünsche den beiden neuen Netzwerken viel Erfolg.

Gabriele Vonnekold, Jugendstadträtin in Neukölln

Auch "walter", die Zeitung des Quartiersmanagement Gropiussstadt berichtet in ihrer Oktoberausgabe über das Thema: "Ihr habt Recht! Das Kinder- und Jugendrechtshaus Neukölln Süd ist eröffnet!" -> Hier zur PDF-Ausgabe des walter

Bundesregierung setzt den Rotstift am Quartiersmanagement an

Mit einer großen Anfrage der Grünen zu den Plänen der Bundesregierung die Städtebauförderung um 150 Millionen Euro zu kürzen, wurden die drohenden Konsequenzen für Neukölln in der Bezirksverordnetenversammlung aufgegriffen. 

Bisher erhielt Berlin über 30 Millionen Euro jährlich, künftig werden 7,5 Millionen Euro weniger zur Verfügung stehen. Das ist ein herber Schlag für das Quartiermanagement in Neukölln und das Projekt „die Soziale Stadt“, die nach den Plänen der schwarz-gelben Regierung nun völlig aus der Förderung rausfallen.

Mit einem Antrag fordern wir Grünen das Bezirksamt auf, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass die Bundesmittel zur Städtebauförderung in vollem Umfang erhalten bleiben. Das Quartiermanagement ist für Neukölln extrem wichtig. So werden mit den Geldern werden viele Projekte und Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Integration und Kultur umgesetzt.

Die Bezirksverordnetenversammlung hat – gegen die Stimmen der FDP – eine Protestresolution verabschiedet, die noch einmal den Unmut über die Entscheidung der Bundesregierung ausdrücken soll. Wir werden uns auch weiterhin auf allen Ebenen für den Erhalt der Fördergelder einsetzen.

Die große Anfrage der Grünen sowie die Antwort können Sie hier einsehen: http://www.berlin.de/ba-neukoelln/bvv-online/vo020.asp?VOLFDNR=3267&options=4

Den Antrag der Grünen können Sie hier einsehen: http://www.berlin.de/ba-neukoelln/bvv-online/vo020.asp?VOLFDNR=3271&options=4.

Entschließung der BVV: http://www.berlin.<wbr></wbr>de/ba-neukoelln/bvv-online/<wbr></wbr>vo020.asp?VOLFDNR=3300&<wbr></wbr>options=4 

 

Neukölln, d. 10. Oktober 2010

 

Heimathafen darf nicht in Seenot geraten

Der Heimathafen Neukölln hat vor drei Jahren in einem leerstehenden Ladenlokal in der Richardstraße angefangen. Seit einem Jahr ist der Heimathafen nun im Saalbau in der Karl-Marx Straße vor Anker gegangen und bietet seit dem anspruchsvolles Volkstheater mit starkem Neuköllnbezug. Das Projekt Heimathafen bedient die verschiedensten Zielgruppen und Kulturen und ist damit – genau wie Neukölln – ein Ort des Austausches und der Vielschichtigkeit.

Mit dem Doppelhaushalt 2010/2011 wurde aus Einspargründen beschlossen den Saalbau seither zu verpachten und somit zu privatisieren. Nach Verhandlungen ging der Zuschlag dann an den Heimathafen, jedoch unter dubiosen Konditionen. Dies wurde bei einer Begehung vor Ort und einem direkten Austausch zwischen der Geschäftsführung des Heimhafens und dem Wirtschaftsausschuss Anfang Oktober deutlich.

So ist der Heimathafen vertraglich verpflichtet, dem Kulturamt die Spielstätte an insgesamt 100 Terminen (70 Tages- und 30 Abendveranstaltungen) kostenfrei zur Verfügung zu stellen und die Spielstätten veranstaltungsgerecht herzurichten, was im Einzelfall neben Personal- auch mit weiteren Sachkosten verbunden war. Darüber hinaus fehlten wichtige Unterlagen bei der Übergabe durch das Bezirksamt.

Im Rahmen einer baulichen Sanierung bekommt der Heimathafen nun erfreulicherweise Mittel aus der Lotto-Stiftung, mit der Voraussetzung, dass sie einen mindestens zehn Jahre gültigen Mietvertrag vorweisen können. Der Bitte nach einem neuen Vertrag sind das Bezirksamt und auch die Bezirksverordnetenversammlung am Mittwoch nachgekommen und haben in einer Dringlichkeits-Entschließung fast einstimmig einer Erneuerung und Neuauslegung des Vertrages mit fairen Konditionen zugestimmt.

Obwohl damit der Heimathafen nun hoffentlich in ruhigere Gewässer steuern kann, bleibt ein fader Beigeschmack und die Frage, wie es zu einem solchen Vertrag kommen konnte.

 

Neukölln, d. 10. Oktober 2010

 

Strohballenrollen 2010

Am Samstag war es wieder soweit: zum dritten Mal fand die - der Legende nach - alte Tradition des Rixdorfer Strohballenrollens statt. Wie in den beiden Vorjahren waren auch die Neuköllner Bündnisgrünen wieder mit einem Roll-Team dabei. Unter den 20 teilnehmenden Menschschaften waren wir in diesem Jahr die einzige Partei - es ist eben kein Wahlkampf.

Bei traditionell strahlendem Sonnenschein nutzten wir das Strohballenrollen um unter dem Motto "Ballenstroh statt Atomstrom - Laufzeitverlängerung schnell wegrollen" für die große Anti-Atom-Demo am kommenden Samstag zu mobilisieren.

Zwar erreichten wir in der Vorrunde die zweitbeste Zeit, verschenkten aber nach schlechten Erfahrungen im Vorjahr wichtige Punkte beim Zieleinlauf und konnten uns daher nicht für's Finale qualifizieren. Wir beglückwünschen alle Sieger und bedanken uns beim ganzen Popráci-Team für das tolle Fest. Es hat wieder richtig viel Spaß gemacht!

Jochen Biedermann

Weitere Bilder vom Strohballenrollen 2010

Wieder rechte Übergriffe in Neukölln

In der Nacht zu Mittwoch wurde die Geschäftsstelle von Bündnis 90/Die Grünen Neukölln erneut von Rechtsextremen heimgesucht. Das Türschloss wurde zunächst unbrauchbar gemacht, die Rollläden beschmiert und auf die Hauswand wurde "Rache für Rudolf Heß" gesprüht. Auch das Parteibüro der Linken und die Galerie Olga Benario sollen laut Polizei betroffen sein.

Wer denkt, dass wir uns durch solche feigen Attacken einschüchtern lassen und von unserem Kampf gegen Rechtsextremismus Abstand nehmen, der hat sich getäuscht!

Bündnis 90/Die Grünen Neukölln werden in jedem Falle weiterhin Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie mit allen demokratischen Mitteln bekämpfen.


Neukölln, d. 18. August 2010

Neuköllner Stachel Nr. 170 - 1/2010

Initiates file downloadHier zum Download (ca. 1 MB)

Themen u.a.: 

Schwerpunkt 1: Ende der Zählgemeinschaft:
Wir können auch Oppoisition - Interview mit Bernd Szczepanski - Warum linke und rechte Gewalt nicht in einen Topf gehört - Beitrag von Monika Lazar, Sprecherin für Strategien der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen

Schwerpunkt 2: Schwarz-gelbe Politik
Schwarz-gelbe "Familienförderung" zerstört die Bildungschanchen Neuköllner Kinder - Koalitionsvertrag quergelesen - Zukunft der betrieblichen Mitbestimmung in Gefahr - Vielfalt statt Schwarz-Gelb - Füllhorn für Kozerne und Erben auf Kosten von Kommunen und Alleinerziehenden - Jugendgewalt in Deutschland: Erst Chancen, dann strafen!

SPD beendet Zählgemeinschaft

Pressemitteilung der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung (BVV)

Die SPD hat die Neuköllner Zählgemeinschaft einseitig aufgekündigt. Sie bestand seit 2001 aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der LINKEN.

Anlass war eine ursprünglich von unserer Fraktion in die BVV eingebrachte Entschließung, mit der die rechtsradikalen Anschläge der letzten Zeit auf Neuköllner Vereine, Initiativen und Parteien verurteilt werden sollten. Dazu war die Neuköllner SPD-Fraktion nur bereit, wenn im gleichen Atemzug auch die Anschläge auf Quartiersmanagement-Büros und das Büro der SPD verurteilt werden. Bündnis 90/Die Grünen lehnen Einschüchterungen und Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung - egal in welchem Kontext - entschieden ab. Die Anschläge stehen jedoch in keinerlei innerem Zusammenhang. Wir haben deshalb in einem Änderungsantrag beide Phänomene klar benannt und entschieden verurteilt, aber gleichzeitig auch die notwendige Trennung zwischen Rechts- und Linksextremismus deutlich gemacht. Die SPD bestand jedoch darauf, Rechts- und Linksextremismus gleichzusetzen. Dies haben wir abgelehnt, weil eine solche Gleichsetzung den unterschiedlichen Hintergründen nicht gerecht wird und einer gezielten Bekämpfung im Wege steht. Darauf erklärte die SPD die Zählgemeinschaft mit uns für beendet.

Wir haben in der Vergangenheit immer versucht, in der Zählgemeinschaft Kompromisse zu finden. In den letzten Monaten mussten wir jedoch erkennen, dass das Interesse der SPD an einer fairen und vertrauensvollen Zusammenarbeit nachgelassen hat. Wir nehmen zur Kenntnis, dass die SPD die Kooperation mit uns nun beendet hat. Dabei war Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky die treibende Kraft.

Wir werden in den kommenden Monaten weiterhin sachlich und inhaltlich für Neukölln streiten.

Neuköllner Newsletter

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TERMIN: Bezirksgruppe

Die nächste Bezirksgruppensitzung findet am 26. Juli um 19 Uhr in der Kreisgeschäftsstelle von Bündnis 90/Die Grünen Neukölln, Berthelsdorfer Straße 9, 12043 Berlin, statt. U-Bhf. Karl-Marx-Straße, Bus M41.

Tagesordnung:

  • Bilanz der Fraktion
  • Wahlkampfplanungen
  • Verschiedenes

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Abgeordnete

Nächste Sprechstunde in der Geschäftsstelle:

3. August von 17 - 18 Uhr

Mehr zu Anja erfahren Sie unter www.kofbinger.de

Nächstes Treffen der AG Stadtentwicklung

Das nächste Treffen der AG Stadtentwicklung findet voraussichtlich am Donnerstag, den 00.00. 2011 um 18.30 Uhr. Der Ort kann unter stadtentwicklung(at)gruene-neukoelln.de erfragt werden. 

Interessierte sind wie immer herzlich eingeladen. Die Stadtentwicklungs-AG trifft sich meistens am vierten Donnerstag im Monat.

 

Keine Verkehrspolitik von gestern! A100 STOPPen!

  

Link zur Kampagne Atomausstieg selber machen

Berlin mitgestalten - Ergebnisse des Grünen MigrantInnenkongresses

Berlin ist bunt und vielfältig, seine politische Landschaft ist es auch. Menschen mit Migrationserfahrung kommen in der Parteipolitik jedoch viel zu wenig vor - auch bei den GRÜNEN. Woran liegt das? Wir haben nachgefragt... und dabei eine Menge gelernt.

Bericht vom Grünen MigrantInnenkongress (26./27. März 2010)

Link zum Mitgliedantrag http://www.partei-ergreifen.org/29193.0.html
Klima ohne Wenn und Aber - Linkbanner zu www.gruenes-klima.de
Aufruf zum Spenden an den Kreisverband